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Unterstützung für Unternehmer in Krise

Zusätzlich zu den bereits gesetzten Maßnahmen für Unternehmer (z.B. Herabsetzung Steuervorauszahlungen, automatische Stundung Sozialversicherungsbeiträge), wurde eine Sonderrichtlinie gemäß Härtefallfondsgesetz auf Basis des KMU-Förderungsgesetzes veröffentlicht.

Der Härtefall-Fonds ist eine "Erste-Hilfe-Maßnahme" der Bundesregierung für die akute finanzielle Notlage in der Krise und unterstützt all jene Unternehmer, die aufgrund der momentanen Situation keine Umsätze erzielen können.

Die Unterstützung erfolgt in der Form eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses.

Zeitraum

Anträge können ab 27. März 2020 bis 31. Dezember 2020 bei der WKO online gestellt werden.

Anspruchsberechtigte

Anspruchsberechtigt sind:

  • Ein-Personen-Unternehmer
  • Kleinstunternehmer, die weniger als 10 Vollzeit-Äquivalente beschäftigen
  • Erwerbstätige Gesellschafter, die nach GSVG/FSVG pflichtversichert sind
  • Neue Selbständige (z.B. Vortragende, Journalisten, Psychotherapeuten etc.)
  • Freie Dienstnehmer (z.B. EDV-Spezialisten)
  • Freie Berufe

Zuschusshöhe

Zuschuss, der in zwei Phasen gewährt wird:

Phase 1 – Soforthilfe (Antragstellung ab 27. März 2020)
  • Nettoeinkommen von weniger als 6.000 EUR p.a.: Zuschuss von 500 EUR
  • Nettoeinkommen ab 6.000 EUR p.a.: Zuschuss von 1.000 EUR
  • Antragsteller, die über keinen Steuerbescheid verfügen, erhalten einen Zuschuss von 500 EUR
Phase 2
  • Zuschuss von max. 2.000 EUR pro Monat über max. drei Monate

Der erste Betrachtungszeitraum für den Verdienstentgang wird der erste Monat der Corona-Krise, von 16. März 2020 bis 15. April 2020 sein. Der Förderzuschuss aus Phase 1 wird in Phase 2 angerechnet.

Anspruchsvoraussetzungen

Als Grundsatz gilt, dass Anspruchsberechtigte von einer wirtschaftlich signifikanten Bedrohung durch COVID-19 betroffen sein müssen. Das bedeutet

  • laufende Kosten können nicht mehr gedeckt werden ODER
  • Betroffenheit durch behördlich angeordnetes Betretungsverbot aufgrund COVID-19 ODER
  • Umsatzeinbruch von mindestens 50% zum Vergleichsmonat des Vorjahres

Ergänzend ist folgendes zu beachten:

  • Unternehmensgründung bis 31. Dezember 2019: hier gilt der Zeitpunkt der Eintragung der Gewerbeberechtigung oder Aufnahme der unternehmerischen Tätigkeit
  • Unternehmen in Österreich
  • Keine weiteren Barzahlungen von Gebietskörperschaften aufgrund COVID-19
  • Kein Insolvenzverfahren anhängig und kein Reorganisationsbedarf – die URG Kriterien dürfen im vergangenen Wirtschaftsjahr nicht verletzt worden sein

Durchführung

Die Abwicklung erfolgt durch die WKO, die sich auch geeigneter Rechtsträger bedienen kann. Eine Beantragung ist ausschließlich online über ein Antragsformular, welches durch die WKO zur Verfügung gestellt wird, möglich. Nachfolgende Dokumente sind dafür notwendig:

  • Persönliche Steuernummer
  • Kennzahl des Unternehmensregisters oder Global Location Number
  • Gültiger Personalausweis, Reisepass oder Führerschein